Kommentar: Michael Thurk

Das Fusball(er)leben ist ein schnelles und schweres Geschäft. Eben warst Du noch der Held, jetzt bist Du der Buhmann. Eine Winzigkeit, eine unbedachte Äußerung, ein Verhalten was Außenstehende nicht nachvollziehen können kann ausreichen, sämtliche Sympathien zu verspielen.


So nun geschehen mit Mainz' Aufstiegsheld Michael Thurk. Am 23. Mai 2004 schoss er Mainz mit zwei Toren in die 1. Liga, versperrte seinem zukünftigen Verein Cottbus sogar den Aufstieg und wurde als tragischer Aufstiegsheld besungen und bejubelt. Nicht umsonst schallt es "Fussballgott" wenn sein Name aufgerufen wird. Dann die furiose Rückkehr in der Winterpause und seine gigantische Rückrunde 2005, in der er einige Jokertore schoss.

12 Tore schoss er in der letzten Saison und teilt sich damit den 9. Platz der Torschützen mit vielen anderen Namhaften Kollegen. 12 gelbe Karten kassierte er auch, die eine oder andere sogar fürs Meckern. An seiner Person war nichts zu rütteln, Michael Thurk schien untrennbar mit Mainz 05 verbunden zu sein.

Das alles ist nun vergessen, "Schnee von gestern", nicht mehr wichtig. Thurk fühlt sich nicht mehr in der Mannschaft wohl (oder im Verein?), fühlt sich von Trainer und Präsidium unfair behandelt und hintergangen.

Doch bei allen Gründen die nun von den Medien hervorgekramt werden, der wahre Grund ist meiner Meinung nach noch nicht gesagt worden. Allenfalls ein Teil dessen, was ihn wirklich zum Weggang bewegt, ist bis jetzt ans Tageslicht getreten. Vielleicht fühlt er sich ja durch Kloppos Aussage, das er Thurk nicht für die Nationalmannschaft nominieren würde, tatsächlich des Hinterhalts entzogen. Doch sollte man sich nicht wie eine Primadonna aufführen sondern den Sinn und den Blick für die Realität niemals verlieren.

Das jeder Profifussballer das Recht zum Wechsel hat ist unbestritten - doch muss es nicht in diesem Stil ablaufen. Auer, da Silva und Co - alle haben einen ordentlichen Abschied hingelegt. Aber er ist halt was besonderes, der Michael Thurk - auch in solchen Momenten.

Quelle Bild: Wikipedia

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